Inspired by…Barbara Potts

 

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Beim Namen Barbara Potts klingelt noch nichts? Bestimmt aber bei Saks & Potts, dem skandinavischen Designlabel, das nach seinen Gründerinnen Catherine Saks und Barbara Potts benannt ist. Besonders im vergangenen Jahr erschien das Designduo auf dem Radar zahlreicher Mode-Insider, als auf einmal sämtliche Fashionistas der Branche (allen voran Leandra Medine) diesen einen, ganz bestimmten Pelzmantel haben mussten – der dann natürlich prompt ausverkauft war. Er stammte, natürlich, von Saks & Potts.

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Und was ist daran nun so besonders; so inspirierend? Pelz ist ja nun prinzipiell eher ein schwieriges Thema und ich selbst, als Vegetarierin, bin auch nicht für dessen Verwendung. Nun muss man Saks & Potts zu Gute halten, dass sie zumindest nur Pelz verwenden, der nach Standards des Europäischen „Welfur“ Programms zertifiziert sind. Dieses wird nur vergeben, wenn der Pelz von gut gehaltenen, gesunden und nicht bedrohten Tieren stammt. Schon einmal ein kleiner Pluspunkt; genau so wie die Tatsache, dass die Designer nicht auch nur das kleinste Pelzstück wegwerfen, sondern wirklich alles verwerten. Zusammen mit der langen Lebensdauer des Materials sind wir also wieder beim Nachhaltigkeits-Aspekt.

Das ethische Dilemma bleibt, aber die Frage, ob ich einen Pelzmantel tragen würde stellt sich mir schon allein aus Kostengründen nicht. Glück gehabt;)

Außerdem verwenden Saks & Potts natürlich noch viele andere Materialien und stellen nicht exklusiv Pelzmäntel her; die sind nur ein Teil der Kollektionen.

Vielmehr geht es mir bei Barbara Potts Arbeit aber ohnehin um die schönen Designs, die Liebe zur Mode und den fröhlichen aber edlen Stil, für den das Label steht. Dabei sieht man selten gedeckte Farben, was ja eigentlich gar nicht in die Schiene skandinavisch-minimalistisch fällt.

Was ich nun aber wirklich inspirierend an der 26-Jährigen finde ist die Tatsache, dass sie zusammen mit ihrer besten Freundin aus Kindertagen  das Label gründete, während sie noch mitten im Studium steckte. Barbara hat Kunstgeschichte studiert und Catherine Modedesign und auch, wenn sie gar nicht so recht wussten, wie man so eine Gründung und ein eigenes Label am besten angeht, haben sie sich einfach getraut. Sie haben das umgesetzt, was sie am liebsten tragen würden und sogar als Saks & Potts anfing, Erfolge zu verzeichnen, haben die Mädels ihr Studium durchgezogen. Kreativität, Bodenständigkeit, Zielstrebigkeit und eine kleine Prise Ausgeflipptheit – genau das finde ich so sympathisch und wirklich inspirierend!

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Inspired by… Rachelle Cunningham

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Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Kunst hier bei Lalaleen. Mit Julie Houts hatte ich euch schon einmal eine Illustratorin vorgestellt, und hier haben wir die nächste: Rachelle Cunningham illustriert, malt und designt. Allein schon die Tatsache, dass sie einen Abschluss von der Parsons School of Design hat lässt mich ja schon vor Ehrfurcht erstarren! Ihre Arbeiten sind jedenfalls total vielseitig; sogar eine experimentelle Lingerie-Kollektion, bei der unter anderem echte Blüten verwendet werden, ist Teil ihres Repertoires.

 

Obwohl sie noch so jung ist, konnte Rachelle bereits mit renommierten Häusern wie Oscar de la Renta zusammenarbeiten oder für die Marie Claire illustrieren und hat bereits in zahlreichen Hauptstädten der Welt ausgestellt. Momentan arbeitet sie freiberuflich von Paris aus.

Meine persönlichen Favoriten von Rachel Cunningham sind ihre Illustrationen; hier ein paar Beispiele:

Die Mode wird aber auch nicht vergessen, denn – wie es hier ja meistens ist – einen tollen Look hat Rachelle auch noch! Ob das der Einfluss von Paris ist?…

[Alle Bilder stammen von Rachelles Homepage rachellecunningham.com oder ihrem Instagram Profil @rachellecunning]

Inspired by… Lilian von Trapp

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Bei Lilian von Trapp weiß ich gar nicht so recht wo ich anfangen soll…es gibt so vieles, was ich toll finde! Also zunächst einmal ist sie Schmuckdesignerin in Berlin und hat sich innerhalb von wenigen Jahren ihre eigene Firma aufgebaut, die inzwischen international bekannt ist. Da sie eigentlich Jura studiert hat war es umso mutiger, ihren Job zu kündigen und sich ganz in ihr Projekt Schmuckdesign zu stürzen. Anscheinend hat sich dieser Mut ausgezahlt! Nicht nur ist der Schmuck von Lilian von Trapp wahnsinnig schön und zeitlos, sondern auch nachhaltig: Das Gold und die Diamanten, die verwendet werden, sind alle recycled, also aus alten Schmuckstücken gewonnen. Dazu wird das Gold eingeschmolzen und Diamanten ausgefasst, um dann alles in einem neuen Design zusammenzuführen. Es kommt aber noch besser: Die Goldschmiedearbeiten werden in einem kleinen Familienbetrieb in Portugal durchgeführt, der regelmäßig besucht wird und in dem alle Arbeitsprozesse und -Bedingungen EU-Standards entsprechen. Bei der Verpackung achtet die Firma auch darauf, kein Plastik zu verwenden, sondern lieber recycelbare Kartons. Aber hier erst einmal der Schmuck:

Weiter geht es damit, dass Lilian auch selbst einen tollen Stil hat und eine wirklich inspirierende Lebenseinstellung. Da sie ihre Mutter leider schon sehr früh verloren hat, ist es ihr am wichtigsten, das Beste aus jedem Moment zu machen und gesund zu sein. Dabei braucht es keine Perfektion, wie sie einem in sozialen Medien vorgespielt wird, und auch das Altern nimmt sie ganz entspannt. Mit Anfang Dreißig fühlt sie sich sogar noch wohler und selbstbewusster, als sie es mit zwanzig war. Ganz offensichtlich ist sie von innen und außen schön. Aus diesen vielen Gründen finde ich Lilian von Trapp wahnsinnig inspirierend und sie ist die Art von Frau, an der ich mir ein Beispiel nehmen möchte. Hier noch ein paar mehr Impressionen:

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[Fotos: Journelles.de, lilianvontrapp.com, the-file.com]