Tour de l’art: Three great Exhibitions

IMG_1956

Kennt ihr das, wenn man eine Ausstellung, egal ob Malerei, Fotografie oder sonstiges, verlässt und sich danach total inspiriert fühlt und dieses Gefühl hat Ich muss jetzt unbedingt auch Kunst machen!‘? Naja, zumindest bekommt man dieses Gefühl, wenn die Ausstellung gut war. In den letzten Wochen habe ich einige besucht und hier sind drei Museen, in denen ich Tolles gesehen habe:


  1. C/O Berlin shows Ren Hang’s Love

Der chinesische Fotograf Ren Hang verbindet zwei ziemlich große Themen: Liebe und Nacktheit. Liebe, unproblematisch (in Sachen Fotografie zumindest). Nacktheit, ziemlich problematisch – besonders in China.

Seine Bilder sind kunstvoll arrangiert, sehr durchdacht und natürlich auch erotisch. Aber eben nicht pornografisch, sondern einfach intim. Ren Hang sagt selbst, dass er vor allem Freunde fotografiert, weil ihn fremde Menschen nervös machen. Er möchte in erster Linie die Tabuisierung dieses Themas in Frage stellen und die Schönheit zeigen, die in solchen Aufnahmen stecken kann. Das wird allerdings schwierig, wenn er regelmäßig angezeigt, seine Homepage gesperrt und seine Ausstellungen untersagt werden, so wie das leider der Fall ist. Explizite Nacktheit greift das Traditions- und Schönheitsverständnis der chinesischen Kultur und Gesellschaft an, wie in einem Video über Ren Hangs Arbeit erklärt wird. Dies ist allerdings kein Grund für den Künstler, sein Land zu verlassen – im Gegenteil; dann bleibt er erst Recht und fährt mit seiner Arbeit fort. Er liebt China und will dort fotografieren. Zu sehen ist die Ausstellung Love in der Hardenbergerstraße in Berlin in der C/O Foundation.


 

2. Bröhan Museum für Jugendstil und Art Deco: Nordic Design und Stefan Moses‘ Abschied und Anfang. Ostdeutsche Porträts 1989-1990

Das Bröhan Museum in Berlin Charlottenburg lohnt sich gleich doppelt: Außer der Dauerausstellung ist aktuell ein Stockwerk dem Skandinavischen Design in allen Formen gewidmet – von Mode über Möbel bis Häuser ist alles vertreten – und eines dem Fotografen Stefan Moses. Seine Serie Ostdeutsche Porträts ist gleichzeitig berührend und humorvoll. Er zeigt ganz normale Menschen, mit Familien und Berufen, in der DDR oder bei ihrer Ausreise in den Westen in den Jahren 1989-90. Ganz ungestellt und natürlich und gerade darum so persönlich.

IMG_1836



3. Pierre Cardin – Fashion Futurist im Kunstpalast Düsseldorf

IMG_1602

Für alle Modeliebhaber oder alternativ auch für Science-Fiction Fans: Die Ausstellung Pierre Cardin – Fashion Futurist ist aus vielen Gründen einen Besuch im Kunstpalast wert. Der Couturier war besonders in den 1960ern für seine innovativen und (ziemlich) ausgefallenen Prêt-à-porter Kollektionen berühmt und beliebt. Seine Kleider sollten die Mode einer Zeit sein, die es noch nicht gab. Handwerklich meisterhaft und nur für sehr mutige Menschen tragbar, sind Pierre Cardins Designs noch heute etwas ganz Besonderes.

 

Inspired by…Barbara Potts

 

03-barbara-potts-9-5 vogue
https://www.vogue.com/article/saks-potts-barbara-potts-copenhagen-denmark-furs-9-to-5

Beim Namen Barbara Potts klingelt noch nichts? Bestimmt aber bei Saks & Potts, dem skandinavischen Designlabel, das nach seinen Gründerinnen Catherine Saks und Barbara Potts benannt ist. Besonders im vergangenen Jahr erschien das Designduo auf dem Radar zahlreicher Mode-Insider, als auf einmal sämtliche Fashionistas der Branche (allen voran Leandra Medine) diesen einen, ganz bestimmten Pelzmantel haben mussten – der dann natürlich prompt ausverkauft war. Er stammte, natürlich, von Saks & Potts.

sakspotts.com pages about
https://sakspotts.com/pages/about

Und was ist daran nun so besonders; so inspirierend? Pelz ist ja nun prinzipiell eher ein schwieriges Thema und ich selbst, als Vegetarierin, bin auch nicht für dessen Verwendung. Nun muss man Saks & Potts zu Gute halten, dass sie zumindest nur Pelz verwenden, der nach Standards des Europäischen „Welfur“ Programms zertifiziert sind. Dieses wird nur vergeben, wenn der Pelz von gut gehaltenen, gesunden und nicht bedrohten Tieren stammt. Schon einmal ein kleiner Pluspunkt; genau so wie die Tatsache, dass die Designer nicht auch nur das kleinste Pelzstück wegwerfen, sondern wirklich alles verwerten. Zusammen mit der langen Lebensdauer des Materials sind wir also wieder beim Nachhaltigkeits-Aspekt.

Das ethische Dilemma bleibt, aber die Frage, ob ich einen Pelzmantel tragen würde stellt sich mir schon allein aus Kostengründen nicht. Glück gehabt;)

Außerdem verwenden Saks & Potts natürlich noch viele andere Materialien und stellen nicht exklusiv Pelzmäntel her; die sind nur ein Teil der Kollektionen.

Vielmehr geht es mir bei Barbara Potts Arbeit aber ohnehin um die schönen Designs, die Liebe zur Mode und den fröhlichen aber edlen Stil, für den das Label steht. Dabei sieht man selten gedeckte Farben, was ja eigentlich gar nicht in die Schiene skandinavisch-minimalistisch fällt.

Was ich nun aber wirklich inspirierend an der 26-Jährigen finde ist die Tatsache, dass sie zusammen mit ihrer besten Freundin aus Kindertagen  das Label gründete, während sie noch mitten im Studium steckte. Barbara hat Kunstgeschichte studiert und Catherine Modedesign und auch, wenn sie gar nicht so recht wussten, wie man so eine Gründung und ein eigenes Label am besten angeht, haben sie sich einfach getraut. Sie haben das umgesetzt, was sie am liebsten tragen würden und sogar als Saks & Potts anfing, Erfolge zu verzeichnen, haben die Mädels ihr Studium durchgezogen. Kreativität, Bodenständigkeit, Zielstrebigkeit und eine kleine Prise Ausgeflipptheit – genau das finde ich so sympathisch und wirklich inspirierend!

02-barbara-potts-9-5
https://www.vogue.com/article/saks-potts-barbara-potts-copenhagen-denmark-furs-9-to-5

 

 

 

Stylecrush: Caroline Brasch Nielsen

ab01ce1e5da3aaa42746f4168f4ea255
http://modellovepersonal.tumblr.com/

Einer meiner Stylecrushes ist und bleibt Caroline Brasch Nielsen. Das dänische Model ist der Inbegriff von Coolness und jedem ihrer Looks sieht man an, wie sehr sie einfach Spaß an Mode hat. Auch wenn sie schon seit rund einem Jahrzehnt super gefragt und erfolgreich als Model ist, ist sie total natürlich und bodenständig geblieben – einfach rundum sympathisch. Die Mutter einer kleinen Tochter namens Sonya ist mit einem dänischen Koch verheiratet und wer ihrem eklektischen Stil nacheifern will, kann sich einfach mal auf ihrem eigenen Vintage-Shop umsehen, der voll ist von exklusiven, farbenfrohen Designerstücken aus den 80ern und 90ern (siehe CBN Vintage).

Wunderschön war übrigens auch Carolines Hochzeitskleid, wie man auf Vogue Online  sehen konnte, denn das Magazin berichtete exklusiv über das Traum-Event.

Für Carolines Look braucht man generell kaum oder gar kein Make-up, denn die nordische Schönheit ist am liebsten ganz natürlich, praktisch und bequem unterwegs: flache Schuhe, lockere Silhouetten, bunte Farben und gerne auch im Mustermix. Geht nicht, gibt’s nicht. Und bei Caroline Brasch Nielsen funktioniert dieses Credo ganz hervorragend!

4fa1b74d208384b89e6fe20ed894b1ae
https://www.vogue.com/slideshow/caroline-Brasch-Nielsen-Frederik-Bille-Brahe-gallery#15

Herbstfilme und Steal her Style

Es gibt diese Filme, die einfach perfekt für den Herbst sind. Ich weiß nicht einmal warum, denn in den wenigsten bleibt es ja durchgehend bei einer Jahreszeit. Sind es die Outfits? Die Musik? Typisch gemütliche Rom-Com-Plots? Eigentlich ist es ja auch egal; Hauptsache die Filme sind gut. Und die Kostüme darin. Darum hier ein paar Empfehlungen für die Autumn-Watch-List und entsprechende Tipps, wie Ihr die Looks daraus nachstylen könnt:

  1. Love Story
ali1
https://www.pinterest.de/pin/138696863511117972/
ali2
https://www.pinterest.de/pin/372180356705952949/

Meine stilistische Nummer eins ist Ali McGraw. In Love Story, aber auch abseits der Kamera. 70s-Style vom Feinsten und dabei immer ganz natürlich. Was ihr für den Jennifer-Look braucht? Voici:

2. When Harry met Sally

meg2
https://www.pinterest.de/pin/364017582376805866/
meg1
https://www.pinterest.de/pin/23010648083964136/

Männer und Frauen können nicht nur befreundet sein. Über diese Botschaft des Kultfilms lässt sich streiten. (Ich persönlich würde dem in 80-90% der Fälle zustimmen, aber naja). Auch über Meg Ryans Dauerwelle werden sich bestimmt nicht alle einig sein. Die, die aber zu den Fans zählen, brauchen dann auch ganz bestimmt diese Teile, um ihre 80s-Wardrobe zu komplettieren:

3. Gilmore Girls

rory1
https://www.pinterest.de/pin/562246334728711069/
45a487f2702605916e3748e0d12a244e
https://www.pinterest.de/pin/629167010423676481/

Kein Film, sondern eine Serie, aber dafür eine meiner liebsten und auch definitiv eine Herbst-Serie. Das Stichwort Indian Summer in Connecticut reicht hier vermutlich als Erklärung. Für den Rory Gilmore Look unabkömmlich: Jeans- oder Cordjacke, dicke Pullis, kaum Make-up, ein Haarreif…

…und das wichtigste Accessoire (das aber auch abseits des Rory-Looks gerne immer dabei sein darf): Bücher und Kaffee. Willkommen im Herbst!

Processed with VSCO with f1 preset
https://www.pinterest.de/pin/475552041904917740/

Prêt-à-porter Printemps `20: A little selection of my favourite looks

Elle, Vogue und Co. sei dank kann nun jeder an den Fashionweeks der Modemetropolen teilhaben und nicht nur ausgewählte Besucher aus dem Business. Ich würde zwar zu einem echten Besuch auf der Modemesse nicht nein sagen, aber bis dahin begnüge ich mich auch mit den Défilés, die mir meine liebsten Mode-Websites liefern. Hier ein paar meiner liebsten Looks der Frühjahrsschauen (zugegeben, mit ein bisschen Verspätung).

Auch wenn Prêt-à-porter theoretisch für alltagstaugliche Looks stehen soll, sind die Laufsteg Varianten häufig – seien wir mal ehrlich – für die wenigsten eine praktikable Option. Hier allerdings nicht; besonders die Styles von Céline würde ich sofort so anziehen. Genau. So. Bitte!

Bohème, Jeans und 70s-Vibes sind sowieso meine All-Time-Favourites; also gerne her mit noch mehr Inspiration Monsieur Slimane!

Givenchy geht in eine ähnliche Richtung und kombiniert lässige Jeans mit femininen Stücken: I like it!

Auch den Minimalismus bei COS finde ich toll…

…oder, auch wenn sie etwas extravaganter sind, diesen Alexander McQueen Look und den Burglar Suit von Magda Butrym:

Bei den Frühjahrstrends ist also ganz sicher etwas für jeden dabei, wenn es darum geht, sich ein paar Ideen für seine Garderobe zu holen – für mich jedenfalls ganz bestimmt. Schade nur, dass vor Frühling erst einmal das Winterwetter kommt!

[ Fotos: http://www.vogue.fr/defiles ]

My imaginary Fall Wardrobe

Spaziergänge im Laub, Kürbisse, kuschelige Pullis und  Filmabende… Den Herbst mochte ich einfach schon immer! Und auch wenn ich mich jetzt nicht so wirklich auf Regen und den nahenden Frost freue, kann ich mich doch auch jedes Jahr aufs neue für die Herbstmode begeistern. Hier seht ihr alles, was ich gerne in meine Fall Wardrobe aufnehmen würde. Da ich aber hauptberuflich Praktikantin bin, bleibt es wohl erst einmal eine imaginäre Saison-Garderobe. Egal, die Teile sind trotzdem zum Verlieben schön!

Ganz wichtig: kuschelige Strickpullis, am liebsten oversized, sodass noch einige Schichten darunter passen! (hier von Skall Studio) Und ein bisschen Chic kommt durch die weißen Lack-Ankle-Boots von &other stories und die Mid Hoops in Gold von Nootka dazu.

 

Die coole aber gleichzeitig klassische Zip-up Leather Jacket von Cos hält auch dem unfreundlichsten Wetter stand und mit ein bisschen Farbe auf den Lippen, sieht eh alles gleich viel rosiger aus. Den Lippenstift ‚Sweet Tooth‘ von L’Oreal aus der Reihe ‚Les Chocolats‘ würde ich schon allein des Namens wegens ausprobieren!

Absolutes Traumstück (aber träumen darf man ja, nicht?) ist die ‚Naoko Bag‘ in Burgunder von Isabel Marant über Anita Hass.

 

Den Signature Sweater von Anine Bing muss ich aber wirklich irgendwann haben; den habe ich einfach schon viel zu lange im Auge! Gegen eine richtig gute Jeans wie die ‚Pedal Pusher Soft in Black Denim‘ von Closed hätte ich auch nichts einzuwenden; die ist das ganze Jahr über ein perfekter Begleiter. Und falls die Sonne tatsächlich noch einmal zum Vorschein kommt, reicht vielleicht auch einmal eine leichtere Leinenbluse und ein karierter Wollcardigan, wie diese hier von Mango.

Enfin, ich würde sagen für den Herbst bin ich perfekt ausgestattet – naja, in der Theorie zumindest…

 

[alle Bilder sind den Websites der genannten Marken entnommen]