Tour de l’art: Three great Exhibitions

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Kennt ihr das, wenn man eine Ausstellung, egal ob Malerei, Fotografie oder sonstiges, verlässt und sich danach total inspiriert fühlt und dieses Gefühl hat Ich muss jetzt unbedingt auch Kunst machen!‘? Naja, zumindest bekommt man dieses Gefühl, wenn die Ausstellung gut war. In den letzten Wochen habe ich einige besucht und hier sind drei Museen, in denen ich Tolles gesehen habe:


  1. C/O Berlin shows Ren Hang’s Love

Der chinesische Fotograf Ren Hang verbindet zwei ziemlich große Themen: Liebe und Nacktheit. Liebe, unproblematisch (in Sachen Fotografie zumindest). Nacktheit, ziemlich problematisch – besonders in China.

Seine Bilder sind kunstvoll arrangiert, sehr durchdacht und natürlich auch erotisch. Aber eben nicht pornografisch, sondern einfach intim. Ren Hang sagt selbst, dass er vor allem Freunde fotografiert, weil ihn fremde Menschen nervös machen. Er möchte in erster Linie die Tabuisierung dieses Themas in Frage stellen und die Schönheit zeigen, die in solchen Aufnahmen stecken kann. Das wird allerdings schwierig, wenn er regelmäßig angezeigt, seine Homepage gesperrt und seine Ausstellungen untersagt werden, so wie das leider der Fall ist. Explizite Nacktheit greift das Traditions- und Schönheitsverständnis der chinesischen Kultur und Gesellschaft an, wie in einem Video über Ren Hangs Arbeit erklärt wird. Dies ist allerdings kein Grund für den Künstler, sein Land zu verlassen – im Gegenteil; dann bleibt er erst Recht und fährt mit seiner Arbeit fort. Er liebt China und will dort fotografieren. Zu sehen ist die Ausstellung Love in der Hardenbergerstraße in Berlin in der C/O Foundation.


 

2. Bröhan Museum für Jugendstil und Art Deco: Nordic Design und Stefan Moses‘ Abschied und Anfang. Ostdeutsche Porträts 1989-1990

Das Bröhan Museum in Berlin Charlottenburg lohnt sich gleich doppelt: Außer der Dauerausstellung ist aktuell ein Stockwerk dem Skandinavischen Design in allen Formen gewidmet – von Mode über Möbel bis Häuser ist alles vertreten – und eines dem Fotografen Stefan Moses. Seine Serie Ostdeutsche Porträts ist gleichzeitig berührend und humorvoll. Er zeigt ganz normale Menschen, mit Familien und Berufen, in der DDR oder bei ihrer Ausreise in den Westen in den Jahren 1989-90. Ganz ungestellt und natürlich und gerade darum so persönlich.

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3. Pierre Cardin – Fashion Futurist im Kunstpalast Düsseldorf

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Für alle Modeliebhaber oder alternativ auch für Science-Fiction Fans: Die Ausstellung Pierre Cardin – Fashion Futurist ist aus vielen Gründen einen Besuch im Kunstpalast wert. Der Couturier war besonders in den 1960ern für seine innovativen und (ziemlich) ausgefallenen Prêt-à-porter Kollektionen berühmt und beliebt. Seine Kleider sollten die Mode einer Zeit sein, die es noch nicht gab. Handwerklich meisterhaft und nur für sehr mutige Menschen tragbar, sind Pierre Cardins Designs noch heute etwas ganz Besonderes.

 

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